Der Lutherbrief aus Friedberg
Lutherbrief aus Friedberg
Lutherbrief aus Friedberg

Luther wurde auf seiner Rückreise vom kaiserlichen Reichsherold Kaspar Sturm begleitet. In Friedberg hatte Luther im Gasthaus „Zum Grünberg“ übernachtet. Am 29. April 1521 entließ er dort Kaspar Sturm und gab ihm ein Schreiben für den Kaiser mit. Darin erklärt er in ausgesuchten, wohlgewogenen Worten sein Verhalten auf dem Reichstag in Worms. An die Kurfürsten, Fürsten und Stände des Reichs wiederholte er seine Argumentation und rechtfertigte seine Stellung. Ein weiteres Schreiben war für seinen Freund Spalatin bestimmt. Dieser, in lateinischer Sprache verfaßte Brief hatte folgenden Wortlaut:

„Sei gegrüßt. Hier hast Du die Briefe um die Du gebeten hast, mein Spalatinus: das Übrige wirst Du selbst erledigen. Ernhold (Sturm) haben wir weggeschickt; heute reisen wir nach Grünberg. Weiter kann ich nichts schreiben. Grüße alle die Unseren, besonders D. Joachim und Ulrich von Papenheim, auch im Namen von Amsdorf; wir konnten Sie bei unserer Abreise nicht mehr verabschieden. Lebe wohl im Herrn, Friedberg, Montag nach Kantate, morgens, im Jahre 1521“.

Nicolaus von Amsdorf, eine Theologe der Universität Wittenberg, war einer der Begleiter bei seiner Rückreise. Desweiteren wurde er begleitet von:

  • Dr. Hironymus Schurf, ein Wittenberger Rechtsanwalt, der vom Kurfürst beauftragt war
  • Justus Jonas, ein Jurist aus Erfurt und Anwalt der Reformatoren
  • Johann Petzensteiner, ein Augustiner Mönch, denn Mönche durften damals nicht alleine reisen
  • Peter von Suaven, ein pommerscher Adliger und Student in Wittenberg,
  • Jakob Luther, einer seiner Brüder


Quellenverzeichnis