"Feste Feiern in Grünberg" - Ausstellung im Museum
Grünbergs 700-Jahrfeier (1922) - Bericht und Bilder von Heinz Gerhard Schütte

GRÜNBERG (HGS). In der Hospitalkirche wurde im Beisein von Bürgermeister Frank Ide und einiger Besucher eine Ausstellungsreihe im Museum im Spital eröffnet, die mit der 700-Jahrfeier Grünbergs im Jahr 1922 beginnt. In seinem Grußwort merkte Ide an, dass es die Grünberger schon immer verstanden haben, Feste zu feiern. Allerdings könne man nicht alle Arten von Feste, wie den traditionsreichen Gallusmarkt, im Museum präsentieren. Mit dieser Ausstellung werde der Anfang auf eine Rückblick vor über 90 Jahren gemacht, deren Unterlagen und Informationen für ihn sehr interessant sind. Darunter werde es auch einiges geben, was man im Jahr 2022 für die 800-Jahrfeier berücksichtigen könne. Beeindruckt zeigte er sich darüber, dass der damalige Bürgermeister Ranft erst am 14. August Minister und Ministerialräte zum Festwochendnde am 26. und 27. August eingeladen hat. Da es sei schon erstaunlich, dass es trotz der damaligen längeren Kommunikationsweg alles geklappt habe. Billig sei es in der Zeit der Inflation auch nicht gewesen, und im Hinblick auf die damals ausgegebene 141.000 Reichsmark sollten die Gemeindevertreter bereits heute schon eine Rücklage für 2022 bilden. Er forderte in diesem Zusammenhang auch die Schulen dazu auf, diese Feier durch Bastel- und Malarbeiten sowie Gestaltungsvorschläge mitzugestalten. Da seien die Vorstellungen der Schüler gefragt und erwünscht, deren Arbeiten zu diesem Ereignis präsentiert werden sollen.

Museumsleiterin Karin Bautz wies darauf hin, dass die Besucher bis zum 19. Januar Fotografien des Festzuges, Dokumente und weitere Informationen zur Organisation und den Vorarbeiten für das 700-jährige Stadtjubiläum in Augenschein nehmen können. Die gezeigten Fotos stammen aus einem Fotoalbum unbekannter Herkunft, sowie einem aus dem Besitz eines Erich Beckers aus der Neustadt. Ab dem 24. Januar werden dann Fotos und Dokumente von der 750-Jahrfeier im Jahr 1972 zu sehen sein, die von mindestens einem Originaldokument zur Verleihung der Stadtrechte am 16. Oktober 1222 durch den Landgrafen Heinrich von Hessen aus dem Staatsarchiv Darmstadt für eine befristete Zeit ergänzt werden. Dazu gibt es handgezeichnete, handkolorierte Pläne, Filmmaterial und noch manches mehr, was von den Feierlichkeite gezeigt werden kann. Einen Monat später, am 24. Februar, wird ein weiteres Kapitel zum Thema Feste feiern in Grünberg mit dem Hessentag im Jahr 1980 aufgeschlagen, mit dem man sich in all seinen Facetten beschäftigen wird. Den Abschluss der "Feierlichkeiten" wird das kleine Jubiläum des Freundeskreis Museum Grünberg zu seinem zehnjährigen Bestehen am 23. März bilden. Einen Monat lang werden sämtliche Bereiche der 10-jährigen Vereinsarbeit im Sonderausstellungsbereich des Museums bis zum 27. April vorgestellt. Bautz dankte Stadtarchivarin Marei Söhngen-Haffer für die umfangreiche Bereitstellung sämtlicher Archivalien und Bürgermeister Ide für die zeitlich befristete Überlassung städtischer Zunftzeichen. Ernst Repp und Christopher Löchel vom Bau- und Servicehof wurde für den Ausstellungsaufbau ebenfalls gedankt. Das Museum ist am Mittwochs von 18 bis 20 Uhr und Freitag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Für Gruppen nach Vereinbarung.


3319: Altbürgermeister Siegbert Damschke, Bürgermeister Frank Ide und Museumsleiterin Karin Bautz (v.l.) bei der Betrachtung alter Dilddokumente
3320: Alte Dokumente in der Vitrine
3321: Foto vom Festzug in 1922, bei dem die Übergabe der Stadtrechte dargestellt wird