Wie es begann - Vereinsgeschichte des Freundeskreis Museum Grünberg e.V.

Siegbert Damaschke Um die Jahrtausendwende fassten die städtischen Organe unter der Führung des heutigen Ehrenbürgermeisters Siegbert Damaschke den Entschluß, das vom Verfall bedrohte denkmalgeschützte mittelalterliche ehemalige Kloster der Augustinerinnen und spätere Hospital in der Neustadt als Museum für Stadtgeschichte zu nutzen. Dabei waren sich die Verantwortlichen von vornherein bewusst, dass - über die formalen Zuständigkeiten innerhalb der Stadtverwaltungen hinaus - dieses ehrgeizige, hinsichtlich der Gebäudesanierung sowie räumlicher und inhaltlicher Gestaltung als auch des späteren laufenden Betriebs kostenträchtige Museumsprojekt schon in der Entwicklung breiten bürgerschaftlichen Engagements bedurfte.

Also berief der Magistrat schon frühzeitig nach der hessischen Gemeindeordnung eine so genannte Museumskommission aus Vertretern von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung sowie sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern. Diese sollte insbesondere als beratendes Organ die baulichen Maßnahmen und die museale Konzeption in Planung und Vollzug begleiten. Dabei rekrutierten sich die sachkundigen Bürger insbesondere aus dem ehemaligen heimatkundlichen Arbeitskreis und anderen als stadtgeschichtlich interessiert bekannten Persönlichkeiten.

Parallel dazu waren sich die städtischen Verantwortlichen nach Beratung durch den hessischen Museumsverband schon bald im Klaren darüber, dass der laufende Betrieb eines Museums wie z.B. personelle Betreuung der Öffnungszeiten in alleiniger städtischer Trägerschaft kaum zu bewältigen sein würde, ebenso wenig etwa das Werben von Spendern, Gewinnen von Sponsoren, usw.

So begann dann die Stadt unter Mitwirkung der inzwischen eingestellten designierten Museumsleiterin Frau Karin Bautz M.A. mit den Vorbereitungen für die Gründung eines gemeinnützigen Fördervereins für das zukünftige Stadtmuseum bis hin zum Satzungsentwurf . Dabei wurden Mustersatzungen und Erfahrungen anderer, kleinerer Museen von Städten im ländlichen Raum berücksichtigt.

Wolfgang Hofheinz Nach entsprechender Öffentlichkeitsarbeit erfolgte dessen Gründung in einer öffentlichen Versammlung am 20. Januar 2004 unter dem Vorsitz des Bürgermeisters. Dabei traten spontan 36 Bürgerinnen und Bürger unter Verabschiedung der Satzung (PDF) und Namensgebung als "Freundeskreis Museum Grünberg" (FMG) dem Verein bei. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten folgende Damen und Herren (alphabetisch): Karin Bautz, Christian D. Bender, Walter Corell, Siegbert Damaschke, Reinhard Ewert, Dieter Hahn, Wolfgang Hofheinz, Eheleute Mareike & Michael Hoff, Ernst-Ludwig Ide, Frank Ide, Ralf Jöckel, Werner Keil, Otto Klockemann, Thomas Kreuder, Herbert Lang, Eheleute Ursula & Gerhard Lange, Silvia Linker, Eheleute Heidemarie & Horst-Ekkehard Lux, Ulrike Lux, Lothar Peter, Ekart Rittmannsperger, Barbara Roske, Dr. Gernot Seyfert, Günter Siek, Bernd Sittner, Ottfried Weber, Gabriele Winter, Claudia Wolf, und Ulrich Zinn. Außerdem gehörten zu den Gründern die Theo-Koch-Schule Grünberg und die Firma Dipl.-Ing. W. Bender GmbH & Co. KG . Sie wählten mit Herrn Wolfgang Hofheinz als 1. Vorsitzenden und weiteren 7 Mitgliedern ihren ersten Vorstand , der seitdem nach zweimaliger Wiederwahl bis heute unverändert amtiert.

Dessen Arbeitsschwerpunkt im Gründungsjahr war in Verbindung mit reger Öffentlichkeitsarbeit die Mitgliederwerbung, was dazu führte, dass bis Jahresende 50 weitere Eintritte erfolgten. Museum im Spital Logo Dazu trugen ein alsbald nach Gründung konzipierter Flyer und eine erste öffentliche Präsentation des Vereins und seiner Ziele bei. Dafür boten u.a. im März ein "Tag der offenen Tür" an der Theo-Koch-Schule , im Mai die Mitwirkung beim Internationalen Museumstag , im Oktober die erstmalige, inzwischen schon traditionelle Beteiligung am "Tag der Vereine" zum Gallusmarkt mit Apfelringe-Verkauf und die erste einer inzwischen schon langen Reihe von Museumsfahrten Gelegenheit. Sie führte aus Anlass des Philipps-Jubiläums zur Reformationsausstellung nach Marburg. Schließlich wurden auch Kontakte zu anderen kulturtreibenden Vereinen, Schulen und Kirchengemeinden in der Kernstadt wie in den Stadtteilen und dort auch mit den Ortsbeiräten aufgenommen. All diese Aktivitäten wurden in den Folgejahren als Aufgaben gepflegt und weiterentwickelt.

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