Oberhessische Eisenbahn in Grünberg

10. Januar 2022 I Freundeskreis Museum

Ausstellung vom 11. bis 27. März 2022 – Barfüßerkloster Grünberg

Verkehrsverein 1896, Freundeskreis Museum

Öffnungszeiten:

Mi. Fr. Sa. So. jeweils 14 – 17 Uhr
Eröffnung 11. März 2022, 15 Uhr

Die Eisenbahnstrecken haben Oberhessen verändert. Entlegene Dörfer bekamen einen Anschluss an die Städte, das Reisen in andere Ortschaften wurde einfacher und schneller. Der Bau und der Betrieb der Bahnen schaffte zudem neue Arbeitsplätze und veränderte den Berufsalltag vieler Menschen. Auch neue Industrien entstanden oder bereits bestehende konnten dank der Eisenbahn ihre Absatzmärkte erweitern oder rentabler wirtschaften. Beispielhaft seien hier der Erz- und Braunkohlenbergbau, die Hüttenwerke, die Landwirtschaft, die Holzindustrie und der Abbau von Basalt genannt.

Am 29. Dezember 1869 nahm die Oberhessische Eisenbahngesellschaft erstmals die Strecke Gießen-Grünberg in Betrieb, die 1870 bis Alsfeld und 1871 bis Fulda fortgeführt wurde. 1896 kam die Lumdatal-Bahn und zuletzt 1909 die Butzbach-Licher-Eisenbahn dazu. Damit entstand in Grünberg ein kleiner Knotenbahnhof.

Mit der Seental-Eisenbahn und der Strecke Mücke-Laubach wurden ab 1904 die Haltestelle Stockhausen und der Bahnhof Weickartshain / Seenbrücke bedient.

Einen schweren Schicksalsschlag erlitt der Bahnhof Grünberg am 13. März 1945. Durch einen Bombenangriff wurde er völlig zerstört und es waren zahlreiche Verwundete und Tote zu beklagen.

Die Ausstellung wirft mit zahlreichen historischen Fotografien, Plänen und Informationen einen Blick auf die über 150jährige Historie der Eisenbahnen und Bahnhöfe in der Großgemeinde Grünberg.