Neujahrsempfang

4. Februar 2026 I Freundeskreis Museum

Freundeskreis Museum Grünberg feiert seinen traditionellen Neujahrsempfang

Freude herrschte beim Vorstand des Freundeskreis Museum Grünberg über die große Anzahl der Gäste, die sich am 25. Januar 2026 am Nachmittag um 16.00 Uhr im Museum im Spital Grünberg zum traditionellen Neujahrsempfang einfand.

Nicht nur schuf wieder einmal das historische Gebäude des Museums eine besondere Atmosphäre, die zu Austausch und guter Stimmung beitrug, auch das Museum und der Freundeskreis boten wieder etwas Besonderes für ihre Gäste: „Studio Magel – Fotografien aus Grünberg und der Region“, die aktuelle Sonderausstellung, konnte unter kundiger Anleitung von Thomas Lamadieu, Karl-Heinz Rudi und Werner Zimmer noch einmal oder eben auch zum wiederholten Male angesehen werden. Abwechslungsreich, informativ und anschaulich führten die drei Initiatoren der Ausstellung in die Geschichte des Fotoateliers Magel in Ilsdorf und auch die aufwändige Entstehungsgeschichte der gesamten Ausstellung ein. Ein Hauch Internationalität wehte durch die Räume, denn der Gründer des Ateliers Magel, Heinrich Magel, lernte sein künstlerisch-fotografisches Handwerk in Paris, kehrte als Henry Magel nach Ilsdorf zurück und bannte ab da „die festlichen Momente des Dorflebens“, aber auch Objekte aus „Industrie, Verkehr, Bergbau“ sowie Ortsansichten auf Fotoplatten aus Glas. Eben diesen Schatz an Fotoplatten und so auch die Fotografien der Ausstellung haben die oben genannten Referenten gehoben und in mühevoller und zeitintensiver Arbeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Diese dankt es ihnen durch erfreulich hohe Besucherzahlen des Museums und vielzählige Nachfragen nach Führungen durch diese Ausstellung. Das Fotoatelier bestand bis etwa 1960, es wurde ab 1931 von Henry Magels Sohn Gustav weitergeführt. Der Arbeitsfokus verlagerte sich allerdings zur Zeit des Nationalsozialismus auf die Dokumentation der Reichsarbeitsdienstlager in Oberhessen, ein „Spagagt zwischen Pflicht und Kür, zwischen Massenszenen und Kunstfotografie“, wie die Referenten es charakterisieren.

Thomas Lamadieu, ein französischer Künstler weit über die Grenzen Deutschlands bekannt für sein innovatives Konzept der „SkyArt“, steuerte etwas ganz Besonderes zur Ausstellung bei:  Er bearbeitete einige der historischen Fotografien mit von ihm entwickelten künstlerischen Techniken und schuf so Raum für ein anderes Sehen und zusätzliche Interpretation. Beeindruckt hat die Anwesenden beim Neujahrsempfang auch der von ihm erstellte Videofilm, mit dem er historische Fotografien zum Leben erweckt, „ihnen ihre Seele wiedergibt“. Dazu trug er in französischer Sprache einen erklärenden Text zu dieser Art „Poesie der Fotografie“ vor. Frau Pfannenmüller, die Frau eines der Referenten, überstezte den Text freundlicherweise spontan für die Gäste.

Die Ausstellung endet mit einer Finissage am 22. März 2026, bis dahin können über das Museum im Spital Grünberg gerne noch Führungen durch die Initiatoren gebucht werden.

Der offizielle Teil der Veranstaltung endete mit der Perspektive für die Gäste, sich am 11. April 2026 einer geplanten Exkursion anzuschließen: Jüdisches Leben in Speyer oder „1000 Jahre Judentum am Rhein“. Entsprechende Pressemitteilungen bzw. Informationen über die Homepage des Vereins und Benachrichtigungen per E-Mail werden ca. Mitte Februar erfolgen.